Mein Block – Der “BaBo-Nazi” & seine begrenzte Denkzone

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Der folgende Artikel stammt ursprünglich vom „Funken“ und wurde ebenfalls von „Sonnenritter“ veröffentlicht. Er bietet eine Analyse, die niemand, der sich länger in den Reihen des Nationalen Widerstandes bewegt hat, vollkommen von der Hand weisen kann. Die Identitären werden hier als Abschluss einer stetigen Weiterentwicklung des rechten Lagers beschrieben. Tatsächlich sind fast alle funktionierenden identitären Gruppen in Europa das Ergebnis einer Neuorientierung meist erfahrener, altrechter Gruppen, die neu mobilisieren und dadurch auch personell zulegen konnten. Sich bei militanter „Bandenbildung“ weiter gesellschaftlich zu isolieren und politikunfähig zu machen, ist jedenfalls mit Sicherheit der falsche Weg, egal was man von den Identitären hält. Ergänzend findet sich HIER eine zusammenfassende Infografik als PDF-Datei.

 

1. Die notwendige Selbstauflösung des NW

Seit eh und je lebt das nationale Lager von Impulsen, die von außerhalb der Szene kommen. Subkulturen kommen auf, werden gekapert, leicht verändert und assimiliert. Selbst die Skinheadszene, die auch heute noch automatisch mit „rechts“ assoziiert wird, war ein solcher „extra-szenischer Impuls“, der vom nationalen Lager lediglich mit Ideologie verbunden, aber stilistisch nicht verändert wurde. Einzig der klassische Scheitel- und Zimmermanshosenstil kann als originär gelten. Er wurde folgerichtig auch nie massentauglich (wenn man von der Beliebtheit gewisser Hipsterfrisuren einmal absieht).

Die Aufnahme von Elementen des Punks, und der Autonomen Szene bestimmten die letzten Jahrzehnte und fanden im Schwarzen Block der AN ihren Höhepunkt. Heute kündigt sich mit der Figur des „Nipster“ eine neue Welle an, die nichts anderes ist als eine weitere Adaptierung der Szene an die immer rascher wechselnden Modeströmungen der spätkapitalistischen Gesellschaft. Dieser immer raschere Wechsel der Kleidungs- und Grafikstile hat in den politischen Zusammenhängen keinen anderen Effekt als in der Gesellschaft selbst. Er verdeckt über seinen bunten und ständigen Wechsel die Tatsache, dass es im Grunde immer um dasselbe geht, dass man auf der Stelle tritt.

Wie die dröge Globalmaschinerie des Kapitalismus unermüdlich im selben Takt weiterstampft und die gesamte Menschheit auf das Basisniveau einer dumpfen hedonistischen Arbeitsmonade zieht und dabei mit ständig neuen Shows, Filmen, Moden, Szenen, Spielen, Trends und Events Vielfalt und Spannung vortäuscht, so blieb auch unter den zig Imagewechseln der Szene die Ideologie und Strategie immer dieselbe. Zumindest bis zum Aufkommen der identitären Kritik….

Es soll in diesem Text aber nicht um eine Stilberatung gehen, noch will ich darin die Unfähigkeit besagter Kreise, einen eigenen Stil zu prägen, anprangern. Ich möchte darin eine Tendenz aufzeigen, die ich als sehr bedenklich erachte und die in den letzten Jahrzehnten im außerparlamentarischen, nationalen Lager sehr stark geworden ist.

Die eigene ideologische Erstarrung, die wir hier bereits ausgiebig kritisiert haben und die vor allem auf eine Verwechslung von Theorie und Propaganda zurückzuführen ist, machte die Szene besonders anfällig für ideologische Fremdeinflüsse. Mit dem Stil wurden auch immer bestimmte Ideologiebrocken, Parolenfetzen und Strategiefragmente übernommen, die allmählich mit der eigenen Ideologie verkleisterten. In diesem Text soll vom Kult um den „eigenen Block“ und die „befreite Zone“ die Rede sein. Es geht um die Faszination der Militanz, den Neid auf die Antifa, den autonomen Lebensstil und ACAB. Und es geht darum, dass all das nicht unserem Wesen entspricht und einer echten revolutionären Bewegung im Wege steht.

1.2 Eine kurze Geschichte des NW

Man kann dem Impuls, der aus der Skinhead-Szene ins nationale Lager stieß, viel vorwerfen, doch er hatte zumindest keinen ungewollten Einfluss auf dessen Strategie. Seit Kühnen, der als Begründer des NW, wie wir ihn kennen, gelten kann, blieb es das Ziel, über politische Agitation, die aus geordneten Aufmärschen und Machtdemonstrationen bestand, das Volk auf die eigene Seite zu ziehen. Dass dabei der Mix aus Glatzen und Scheitel, verbrämt zu einer ikonographischen Paraphrase des NS, nicht hilfreich war, liegt auf der Hand.

Das politische Ziel, das Volk als revolutionäre Masse auf die eigene Seite zu ziehen, blieb aber klar und gerade das grandiose Scheitern daran schuf einen Nährboden für fruchtbare Selbstkritik. Diese verlief in drei Phasen und erreicht heute mit der identitären Kritik ihren Zenit, der die Abwicklung des NW zugunsten Deutschlands und Europas bedeutet.

1.3 Die drei Wellen der Kritik

Als erste Welle der Kritik kann man, nach den Zerschlagungen der in Aufbau und Stil der SA nachempfundenen nationalen Gruppierungen, das Konzept der „freien Kameradschaften“ sehen. Von dem Ziel, eine einheitliche Gruppe, mit einem Symbol, einer Uniform und mit einer klaren, zentralen Führungsperson aufzubauen, rückte man angesichts der Repression ab. Stattdessen entstanden hunderte kleine, unabhängige freie Gruppen, die unter wechselnden Namen und Bündnissen den Ermittlungsbehörden sicherlich mehr abverlangten. Man wollte eine Organisation ohne Organisation schaffen, einen Widerstand mit einer Faust aber ohne Gesicht und stand der Idee „der Partei“, die in der ersten Phase des Neo-NS absolut dominierend war, kritisch gegenüber. Man brauchte keine „Aufbau-Organisationen“, keine hierarchisch gegliederten Netzwerke, keine illegalen NSDAPs und fiktive Gauleiter mehr. Codes, erste typische Szene-Klamotten, Fahnen und Symbole ersetzten die gemeinsame Uniform, die von Anhängern des alten, ersten Kühnen-Weges bis zuletzt in einer naiven Sturheit hoch gehalten wurde.

Theoretisch-ideologisch war aber bei den freien Kameradschaften alles beim Alten geblieben, ja im Gegenteil: in einer Abgrenzung zu Kühnens – teils an Röhm orientierten – Nationalbolschewismus bildete sich eine stärkere Bezugnahme auf den „orthodoxen NS“, ein Hitlerismus, der vor allem vom aufkommenden Rechtsrock getragen wurde (soweit ich mich noch erinnere, gab es kaum jemals ein Lied über Ernst Röhm). Der Wegfall einer ideologischen Zentrale und einer einheitlichen Organisation brauchte zum Kitt des Ganzen einen starken Mythos als Ausgleich.

Diese erste Welle der Kritik hatte sich also hauptsächlich auf die strategische Frage der Organisation und dem damit verbundenen einheitlichen Auftreten eingeschossen. Die nun auf lokal-kameradschaftlicher Ebene ausgeübten Taktiken des Aktivismus und die Theorie in der Tradition des NS blieben allerdings unverändert.

Das Konzept der freien Kameradschaften konnte auch gewisse „Erfolge“ erzielen. Diese beliefen sich, wie in diesem Artikel abgehandelt, im Grunde nur auf die eigene Stellung als politische Kleingruppe, die man gegen Depression, Apathie, Alkoholismus, Repression und Antifa erbittert verteidigte. Mit dem Verlust einer gemeinsamen Zentrale und weniger Führungsfiguren verlor sich auch jede langfristige und umfassende Strategie bald im begrenzten Denkhorizont der „eigenen Stadt“, in der man „aktiv“ werden wollte. Und genau hier in der zweiten Phase des nationalen Lagers liegen die ersten Wurzeln des „Blockdenkens“, das in diesem Artikel einer radikalen Kritik unterzogen werden soll.

Doch zuvor gilt es noch die „zweite Welle der Kritik“ zu analysieren. Diese fand vor allem im Rahmen der autonomen Nationalisten statt und richtete sich scharf gegen den Skinhead- und Scheiteltkult, der sich in den freien Kameradschaften erhalten hatte. Das Konzept der vielen unüberschaubaren Kleingruppen wurde beibehalten, nun wurde aber auch die lokale Taktik, das Auftreten, einer Kritik unterzogen.

Das martialische Aufmarschieren, der Kult des offenen politischen Soldaten wich der Idee des Mobs, des Schwarzen Blocks der militanten Kapuzen-Großtadtguerilla kündigte sich als neue Figur an. Wieder war dieser zweiten Welle eine Enttäuschung über mangelnden Erfolg vorangegangen. Man wollte auf Demos nicht mehr, aufrecht aber passiv, fahnenschwenkend und trommelnd eingekesselt werden, man wollte nicht für eine falsch verstandene Traditionspflege auf die moderne „Coolness“ diverser Jugendszenen verzichten. Alles in allem war diese zweite Welle vor allem eine radikale Kritik an der aktivistischen Taktik, der Symbolik und dem Auftreten, bei dem der maßgebliche Stilimpuls von der Antifa kam.

Riot, Vandalismus, knallbunte Grafiken, Rap, Black Block – all das wurde von einer neuen, jüngeren Generation des Widerstands begeistert aufgegriffen. Die Bomberjacken wurden endgültig eingemottet, Stiefel wichen Sneakers und tatsächlich entstanden einige Initiativen und Aktionen, deren Stil und „Coolness“ keinen Vergleich zu scheuen braucht.

Mit den Spreelichtern erreichte diese zweite Welle, in der erstmals auch das Auftreten, die Aktionsformen, die Sprache und Symbolik verändert wurden, ihren Zenit und schöpfte ihr volles Potential aus.

Doch ein Bereich, der nach wie vor unangetastet geblieben war, war Theorie und Ideologie. Nationalrevolutionäre Strömungen, die gerade von dieser neuen jungen Aktivistengeneration, die zeitgemäße Parolen wie gegen „Krieg und Globalisierung, gegen Umweltverschmutzung, Tierversuche, etc.“ kurz verstärkt wurden, hielten sich nicht lange und wurden oft mit einem noch stärkeren Hitlerismus gekontert. Wie wir es in einem vergangenen Artikel festgehalten haben:

“Hier sieht man wieder einmal, dass es dieser Strömung an jeder ernsthaften Theorie mangelt, dass ihr Kopf noch Jahrzehnte zurück, im dogmatischen Firn hängt, während die Beine im aktivistischen Tango wild vor dem Auge der Polizei herumtanzen. Die Theorie, aus der Strategie und Propaganda entspringen, ist immer auch eine Ortung des ideologischen Hauptfeindes, auf den die aktuellen Parolen zu richten sind. Im NW wird Propaganda mit Theorie verwechselt, Strategie mit Taktik und eine ideengeschichtliche Planlosigkeit mit ideologischem Dogmatismus kompensiert.”

Diese geistige Atrophie, diese Versteinerung bestimmter Begriffe und Konzepte, diese willkürliche und anmaßende Gleichsetzung des NS mit unserer gesamten Tradition, unserer Identität und allen Widerstands gegen ihre Abschaffung, waren und sind es, in dem die Phase-2-NWler das System geistig immer noch nicht überwunden hatten und haben.

Genau diese Unfähigkeit, das Visier der fruchtbaren Kritik von der Strategie über die Taktik auch auf die Theorie selbst zu richten, sind letztlich der Grund für die Erfolglosigkeit dieses reformierten, stilvollen, an den Zeitgeist angepassten nationalen Lagers. Denn Erfolg – und das ist eine eiserne Maxime, an der jedes militante Gelaber zerschellt – misst sich für eine Opposition immer nur daran, inwieweit sie das Herz des Volkes für sich gewinnen kann.

Genau das gelang den reformierten, progressiven Nationalen nicht, weil sie sich noch immer in der Zwickmühle des Systems, zwischen den scheinbaren Gegenpolen Neonazismus und Multikulti befanden. Es gelang ihnen nicht, das anzusprechen, was das Volk wirklich bewegt und sinnlose Fronten ganz aufzugeben.

Zwar hatte man sich mit der Symbolik auch im Aktivismus weitgehend von der NS-Thematik gelöst und sprach in der „Volkstod“-Kampagne das zentrale demographische Thema direkt an. Ganz abgesehen davon, dass man auch hier mit fehlendem Verständnis für das Fühlen des Volkes auftrat, zeigte die massive Kampagne „gegen Demokratie“ klar, dass man immer noch in alten Kategorien dachte. Eine falsche Theorie, das heißt eine, die die Lage verkennt, die die Tendenzen nicht richtig analysieren kann, manche Dinge ausblendet, andere übertreibt und Teilaspekte für das Ganze nimmt, eine solche falsche Theorie führt zu falschen Begriffen, falschen Manifesten, falschen Parolen und schließlich einem falschen „Hauptfeind“.

Die erste Welle der Kritik am klassischen Neo-NS vom Schlage der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) war eine strategisch-organisatorische, die zweite Welle der Kritik am Skinheadtum, gestrigen Logos und ewig dumpfen Aufmärschen war eine taktisch-stilistische.

Der Antrieb beider Schübe war das Bewusstsein des eigenen Scheiterns. Immer waren es die progressiven Kräfte, die über die apokalyptischen Selbsttäuschungen der Szene das Ganze überblickten und im Herzen fühlten, dass Erfolg nicht ein bloßer Ehrendienst, ein Florieren der privaten Szene sein kann, sondern immer aufs Ganze gehen muss. Erfolg ist, wenn das ganze Volk deinen Namen kennt und dich liebt, wenn deine Bewegung die heimliche Hoffnung einer ganzen Generation ist. Das war und ist mit einer Bewegung, die sich, wie auch immer, in die Tradition des NS stellt, absolut unmöglich.

Es war und ist also ein dritter Schub der Kritik nötig, der nach Strategie und Organisation, nach Aktivismus-Taktik und Stilfragen auch endlich die Theorie und die Idee selbst überprüft.
Wenige hatten und haben den Mut dazu. Schließlich rührt man damit an dem heiligen Götzen, der über Jahrzehnte die gesamte diffuse und dezentrale Szene zusammengehalten hatte. Denn „gespalten“ war das nationale Lager ideologisch niemals wirklich (wenn man es etwa mit den linken Antideutschen und Antiimps vergleicht.). Es gab vielmehr eine dumpfe und unreflektierte Einheit im Kellerschatten des NS, in dessen Namen man verschiedenste organisatorische und taktische Konzepte durchprobierte.

Doch auch in der letzten und entwickeltsten Ausformung, in den Spreelichtern, stellte sich der Erfolg nicht ein. Wir schrieben einmal dazu:

„Anstatt Aktionsbündnisse und Koordinationstreffen zu veranstalten, schuf man eine stilvolle Aktionsform mit Wiedererkennungswert, die zu einer maximalen Geschlossenheit, einer automatischen Selbstorganisation im Stil eines Trends oder eines Memes führte. Die Verbreitungs-Muster von kurzlebigen Spaßtrends wie Planking, samt YT und Twitter-Unterstützung wurden klug kopiert. Das Konzept des freien Widerstands, der eine Faust aber kein Gesicht hat, wurde von den Maskenmännern in seiner bisher stilvollsten und besten Taktik bis zum Ende durchgedacht. Umso mehr trifft also die strategische Kritik daran den NW ins kranke Herz.“

Die identitäre Kritik jener Renegaten, die aus dem NW ausgeschieden aber nicht ins System eingestiegen sind, hinterfragt nun, nachdem jedes Design, jede Aufmarschtaktik, jede Kommunikationsform durchprobierte wurde, das geheiligte Tabu der Szene. Eine dritte Welle der Kritik kündigt sich an, an deren Ende das Ende des klassischen nationalen Lagers und eine echte Entfesselung seines idealistischen Potentials in Form einer Massenbewegung steht.

Um diese Kritik, die der Funke in vielen Artikeln formuliert und geprägt hat und die mittlerweile von vielen anderen Gruppen und Seiten weitergetragen wird, soll es in diesem Text explizit nicht gehen. Vielmehr geht es uns heute um jene Teiles des NW, die diese dritte Welle nicht mitgehen.
Was sind ihre Perspektiven? Mit welchen rhetorischen Tricks verschließen sie sich vor der Frage des ausbleibenden Erfolgs? Und vor allem: Wo und wie beginnt ihr endgültiger theoretischer Bankrott, das freiwillige Herunterfahren jeder theoretisch-strategischen Überlegung, das kollektive Abschalten der Hirne zugunsten eines Fetischs? Und inwieweit kann man in dieser Haltung, wenn sie nicht einer Dummheit geschuldet ist, einen Verrat an Heimat und Volk sehen? All diese Fragen sollen im Hauptteil dieses Artikels erschöpfend beantwortet werden.

1.4 Folgt der dritten Welle!

Wie oben beschrieben, gibt es eine innere Logik in den drei kritischen Schüben. Sie waren alle die Suche nach einem Ausweg, Versuche eines Neuaufbruchs angesichts ausbleibender Erfolge und einer übermächtigen Repression. Jedes Mal blieb aber ein gewisses Sediment an Unbelehrbaren zurück, das den neuen Weg nicht mitgehen wollte. So krebste ein belächelter KDS (Kampfbund deutscher Sozialisten) immer noch SA-romantisch herum, als alle anderen längst das Konzept der freien Kameradschaft übernommen hatten. Während überall die AN grassierten, hielten sich hartnäckig einige Skinhead- und Scheitelfraktionen, die sich standhaft weigerten, einen „Hoodie“ überzuziehen.

Jedes Mal wurde die berechtigte Kritik am Status quo beiseite geschoben und geleugnet. Während KDS und Co nicht einsehen wollten, dass die Idee einer Masse-Querfront im Braunhemd passé war, sahen die Gegner der AN nicht, dass der Stil und die Begrifflichkeit des NW hoffnungslos veraltet waren. Ihr Standardargument, dass man „einfach mehr tun müsse“ und „disziplinierter“ sein solle, gab also einfach mangelnder Anstrengung und fehlendem Idealismus die Schuld für das Scheitern.

Diese Haltung ist äußerst bequem. Man versperrt sich damit jeder Änderung: ist man doch selber immer im „Lager des Idealismus“, das „nach den Prinzipien lebt“. Wenn das „alle täten“, dann würde auch alles besser laufen. Die systematische und prinzipielle Kritik wird also zu einem bloßen Moralisieren, zu einer Kritik an der mangelnden Ausführung entschärft. Die Szene bestehe nur aus „Minusmenschen“ und daher würden ihre an sich tadellosen Konzepte nicht aufgehen.

Der provokante Stilbruch der AN, die zeigen wollten, dass man auch und gerade mit Ohr-Tunneln und zerpiercten Gesichtern hoch aktiv und idealistisch sein kann, wandte sich genau gegen diese Haltung. (Die Stoßrichtung ist hier korrekt, auch wenn ihr Ergebnis unschlagbar hässlich war und ist.)

Immer versuchen also die Vertreter einer sterbenden und obsoleten Phase des nationalen Lagers Probleme wegzureden, zu personalisieren und sich gegen jede Veränderung querzustellen. Der Ruf nach Reform erzeugt in ihnen nur ein noch radikaleres Festklammern an bestimmten Symbolen und Begriffen.
Während die progressiven Kräfte im NW vor wenigen Jahren genau diese Haltung bei den Alten kritisierten, sind sie nun selbst alt und spießig geworden, und wollen sich die „Hochstimmungen“ ihrer Jugend nicht von ernsthafter Kritik kaputt machen lassen. Sie blenden jede Frage nach dem erreichten Erfolg der AN-Welle aus und weigern sich hartnäckig theoretische Fragen auch nur anzusprechen. Man will ja nicht umsonst für bestimmte Begriffe und Symbole Repression ertragen haben. Derselbe „Verrat“, den die alten Kameraden den jungen AN vorgeworfen hatten, wird nun von ihnen identitären Freidenkern vorgehalten. Sie wollen nicht einsehen und erkennen, dass der nächste logische Schritt in der Entwicklung des NW nur die radikale Kritik am Hitlerismus und an nationalbolschewistischen Querfront-Ideen gleichermaßen, die identitäre Kritik an der 3. politischen Theorie sein kann. Ideengeschichtlich und strategisch erkennt jeder, der sich ein wenig damit beschäftigt, dass im klassischen Oldschool-Nationalismus, mit seiner begrenzten, egoistischen Sicht und seinem Chauvinismus, mit seinen Begriffen und Symbolen weder auf deutscher noch europäischer Ebene eine echte Wende zu erreichen ist. Er erkennt, dass der Erhalt der eigenen Herkunft nicht zwangsweise mit der Ideologie des NS ident sein muss, sondern dass in dieser ein ganz bestimmter, spezieller Bezug zum eigenen Volk lebt, der nicht der einzige lebensbejahende ist, auch wenn NSler und Multikultis das mit vereinten Kräften so darstellen.

Ebenso ist die identitäre Strategie und Taktik der vollzogene Schluss aus dem Scheitern des nationalen Lagers, die dritte Welle der Kritik, die nach Organisation, Stil und Aktivismus erstmals auch die grundlegende Ideologie kritisiert. Identitär gesinnte Idealisten haben dabei klar die eigentliche Idee des Erfolgs vor Augen. In verschiedenen „Think-Tanks“ wird von einer nie dagewesenen Zusammenballung an intellektuellem Potential an einer strategischen und theoretischen Neuorientierung gearbeitet.

Es geht ausschließlich darum, wie man im Volk die ewige Idee seines ethnischen und kulturellen Überlebens wecken kann. Dabei erkennen wir, aus unserer höheren Perspektive, wie sich dieser Lebenswille in den verschiedensten, kulturellen, politischen und religiösen Bewegungen geäußert hat. Wir erkennen, dass er über diesen zeitgebundenen Äußerungen, ihren Symbolen, Parolen und Hauptfeinden steht. Identitär zu sein heißt nichts anderes als allein dem ewigen Interesse des Volkes zu dienen, das jenseits aller wechselnden Ideologien, Gegnern, Symbolen und Parolen steht.

Aus dieser Sicht ergibt sich eine klare strategische Forderung. Dort, wo es im Volk identitäre Gefühle gibt, selbst wenn sie sich nicht rein und unverdünnt, sondern verdeckt, versteckt und verschlüsselt äußern, muss von einer rebellischen Avantgarde eine Front der Patrioten gebildet werden. Von Islam- über EU- bis hin zu Eurokritik, überall äußert sich die identitäre Sehnsucht nach Freiheit, Heimat und Tradition. Über alle Lager hinweg muss hier eine Massenbewegung entstehen, die diese identitäre Grundsehnsucht in eine Parole, in eine Form und eine Forderung gießt. Nur so können ein Mythos und eine Bewegung durch ganz Europa gehen, die den defensiven Opportunismus und Pragmatismus der populistischen Rechtsparteien zu einer echten Reconquista machen!

Es ist das Feuer der Leidenschaft und Jugend, das Europa retten kann und es ist die Aufgabe der Idealisten, die dazu auch einen scharfen, kühlen Geist haben, diese Kraft in die richtige Richtung zu lenken. Hier stehen heute im deutschsprachigen Raum die Überreste der sterbenden letzten Phase des NW im Weg. Großteils liegen sie abseits und sind für eine identitäre Bewegung völlig uninteressant. Teilweise befinden sich aber noch hochbegabte, idealistische und unterbewusst Identitäre in diesem Lager, die ihrer Aufgabe, der dritten Welle zu folgen, immer noch nicht nachgekommen sind. Stattdessen steigern sie sich in private Spinnereien hinein, die die Frage nach dem Ganzen, nach der politischen Organisation eines massenhaften Widerstandes gegen die Abschaffung Deutschlands und Europas, gar nicht mehr stellt. Sie blenden die Frage nach dem Erfolg und dem Ziel der Bewegung aus, weil sie Angst vor ihrer Konsequenz haben. Stattdessen ergeben sich viele von ihnen einer peinlichen, undeutschen und fremden Denkweise, die wie eine süße Droge von der quälenden Verantwortung um unser Erbe erlöst. Feigheit und Verrat sind die unschönen Begriffe, die sich hier aufdrängen und die Betroffenen in Raserei versetzen. Eine Raserei, die einen Stachel in ihrem Geist verrät, den sie trotz all ihrem hippen Stil-Nihilismus nicht loswerden.

2. Restbestand der 3. Phase: der BaBo-Nazi

Wir haben gesehen, dass alle Wellen der Kritik aus dem Bewusstsein geschahen, dass die Bewegung ihrer eigentlichen Aufgabe, das gesamte Volk zu erreichen und dessen Herz zu gewinnen, nicht nachkam. Nachdem in mehreren Schüben die weniger heißen Eisen Organisation, Taktik, Symbolik, etc. reformiert wurden und es noch immer nicht klappte, erkannte eine geistige und aktivistische Avantgarde, dass man endlich aus der „Nazifalle“ des Systems aussteigen muss, um die Frage der Identität frei von Komplexen ansprechen zu können. Die positiven Intentionen, die viele Leute in den NW brachten, ernst genommen, mussten notwendig über die drei Wellen der Kritik zu seiner Selbstauflösung führen. Die identitäre Idee ist somit kein Endstadium oder eine weitere Form, sondern das, was frei gelegt wird, wenn der NW und die NS-Szene sich aufgrund ihrer innerer Widersprüche zu Ende kritisiert haben.

Die Mitläufer und Szene-Insassen waren und sind, weil sie sich völlig mit den Parolen und Logos identifizieren und für das große Ganze ein paar Hirnzellen zu wenig haben, zu diesem Schritt gar nicht fähig. Bestärkt wurden und werden sie aber darin von einer Gruppe intellektueller Antiintellektualisten, die es eigentlich besser wissen könnten und müssten.
Sie sind der Restbestand eines NW, der die dritte Welle der Kritik verdrängt. Sie übernahmen von all den Impulsen, aus denen die zweite autonom-nationalistische Welle der Kritik geschmiedet wurde, die negativsten, regressivsten Elemente und idolisierten sie zum Fetisch. Das heißt, ihnen wurde eine Kraft und Wirkung zugeschrieben, die sie gar nicht haben.
Man kann das, was über den autonomen Stil der Antifa in den NW eindrang am besten als „Pseudomilitanz“ beschreiben. Die Aggression, die sich in der Szene bis dato vor allem gegen Judenfriedhöfe und Ausländerheime gerichtet hatte, wandte sich nun vor allem gegen „das System“ in Form seiner greifbarsten Vertreter: gegen die Polizei.
Wir wollen den Typus, der sich hier bildete, wenn dieses Wortspiel erlaubt ist, gemäß seinem Banden&Block-Denken „BaBo“-Nazis nennen. Es ist nicht zuletzt auch das mafiöse Macho-Gehabe, aus dem migrantischen Gangsterrap, der diese Verfallsform der dritten abgehakten Phase des NW maßgeblich beeinflusst hat, wie das die je aktuelle Popkultur mangels eigener Stilbildung immer getan hat.

2.2 ACAB gegen den Staat

Diese Haltung kommt klar aus anarchisch-antifaschistschen Denkmustern, die im Staat an sich ein repressives System des Kapitalismus sehen. Es gibt in ihrem Denken keine positive Rolle des Staates und der Polizei, sie sehen in ihnen die Wärter einer rassistisch-heteronormativen Zwangsgewalt, die für Grenzen, Ordnung, Sicherheit und Disziplin stehen. Alles Werte, die sie in ihrer Ideologie verachten, was sich auch in ihrem schmissig-vandalistischen Auftreten bekräftigt werden soll. Dieser Artikel wird nicht dem Dilemma der heutigen Linken nachgehen (einen Kommentar dazu kann man hier nachlesen). Es sei nur so viel gesagt, dass auch sie in einer theoretischen Krise stecken und enorme Probleme bei der Feindbestimmung haben. Gegen „Nazis“, Kapitalisten, Sexisten, Israel, die Kirche, oder alle auf einmal?

Am Ende bleibt nur eine unbändige Wut, die kein Ziel mehr findet und, wie Sorel es für den aufkommenden bürokratischen Moloch prophezeite, sich im anarchischen Furor entlädt, wie eine Bombe gegen beliebige Ziele, gegen alles und nichts richtet.

Riot, Vandalismus, direct action! Beliebig werden Autos abgefackelt, Geschäfte entglast, Mülltonnen angezündet. Für die ganz großen Dinge, wie Zugkrallen oder Bomben fehlt dann meistens doch der Mut oder das Know-How. Das überlassen die Vorstadt-Guerrilleros lieber islamischen Terroristen. Überhaupt schwingt in diesem pseudomilitanten, ziellosen Vandalismus der Antifa, dessen Idealbild das des planlos marodisierende Mobs ist, ein unverhohlener Neid auf die Migrantenghettos mit. Im „Kommenden Aufstand“ des „Unsichtbaren Komitees“ wurde das offen zugegeben. Das revolutionäre Potential gegen das „Empire“, wie die Antifa nach moderner, teils situationistischer Theoriebildung den westlichen Moloch bezeichnet, bildet sich in den Ghettos. Dort wo halbkriminelle Banden Stadtviertel beherrschen, kommunenartig über ganze Wohnblocks Kollektive bilden, die vom Geld des Staates leben, nicht arbeiten und in ihrer Freizeit ihre No-Go-Areas bewachen.

Die Antifa beneidet die muslimischen Migrantenghettos, weil sie in ihnen, mit einem gewissen gesunden Instinkt, die wahre Opposition zum westlich-liberalen System erkennt. Sie bildet ihre „Freiräume“ nach diesem Vorbild und projiziert auf Riot-Videos von Ausländerkrawallen in Paris und London die Utopie eines „allgemeinen Aufstands gegen den Kapitalismus“.

Immer mehr geht es ihnen nur darum, ihren „Kiez“ „stabil“ zu halten, bandenartige Netzwerke zu bilden und sich in Vandalismus und Terrorismus zu schulen. Das Ziel ist dabei der totale Umsturz, die Revolution, die sich gegen jede Ordnung, egal ob organisch oder totalitär richtet. Sie hat gar kein revolutionäres Potential mehr, das sie in einem politischen Kampf wecken will. Sie will sich selbst zu wandelnden Revolutionsbomben machen. Gewalt, Straßenschlacht und technische Detailfragen zum Abfackeln von Privatautos haben in diesen Kreisen strategische Überlegungen weitgehend ersetzt. Für das Volk, für die „Scheißdeutschen“ haben sie nur Verachtung übrig.
Wer hier Eigenschaften erkannt hat, die auch auf die Überreste des NW zutreffen, irrt sich nicht.
Dieser übernahm von der Antifa nicht nur Kleidungsstil, Symbole, Parolen, Logos und Aktionsformen, sondern auch falsche Gedanken. (Das geschah wie gesagt, weil man selbst keine souveräne und umfassende Theorie hatte)

Ohnehin schon von einem Fetisch der Gewalt, des Terrors und der Revolution vorgeprägt, war dieser Schritt für viele Nationalen kein großer. Während die alten Skins und Scheitel, die freien Kameradschaften und Reenactment-Parteien bei allem Wahnsinn zumindest immer noch ein ordentliches Auftreten als „Ordnungsmacht“ forcierten und letztlich in dem Selbstverständnis handelten, dort aufzutreten, wo Staat und Polizei versagten, gehen die autonomen Nationalisten, die die dritte Welle nicht mitmachen, einen anderen Weg.

ACAB wurde eine der leitenden Parolen und man übernahm die Antifa-Pose des Vandalismus und der totalen Revolution. Dass es eigentlich darum geht, diese falsche Politik, diese verlogene Idee zu zerschlagen, die unseren Staat in Geiselhaft nimmt, dass es darum ginge, Sympathisanten in der Polizei (die es naturgemäß massenhaft gibt) für unsere Kritik an Multikulti zu begeistern, dass wir eine echte gesunde und organische Ordnung einfordern müssen, statt Chaos herbeizugröhlen und sinnlose Gewalt zu praktizieren – das wurde von diesen Pseudo-Rebellen einfach ausgeblendet. Es ist im Grunde ein unfassbarer Verrat an einem Kernelement aller Bewegungen für Volk und Heimat. Es ist ein Schlag ins Gesicht des einfachen Bürgers, der sich mit einer gröhlenden Kapuzenhorde, die Polizisten attackiert, statt gegen Ausländergewalt vorgeht, die völlig übertrieben Graffiti-Straßenkunst abfeiert, statt Plakate gegen Überfremdung aufzuhängen, die sich in abstrusen Insider-Parolen überbietet, statt dem Volk aufs Maul zu schauen, alles nur nicht identifizieren wird.

In seinen Augen werden die „Nationalen“ damit auch nichts anderes als „Krawallmacher“, „Extremisten“, eben die „braune“ zur „roten“ SA, wie in rechtsbürgerlichen Kreisen schon lange beide Bewegungen abgetan werden. Damit zerstören ebendiese Kräfte auch jede Aussicht, einmal in Krisenzeiten als Kraft, die Ordnung und Sicherheit bringen wird, im Gedächtnis des Volkes aufzuleben. Was sie von ihnen in Erinnerung haben, sind nur Krawalle, wüste Parolen und Aufrufe zur Gewalt. Sie sind in ihren Augen eben auch nur „extremistische Terror-Banden“.

2.3 Das Idol der Bande

Genau das zu werden, scheint derzeit das erklärte Ziel der Restbestände des NW zu sein. Die terroristisch-vandalistische Bande wird auch das erklärte Ideal mancher versprengter AN-Kameradschaften. Damit treibt man das Volk fort von jeder radikalen Opposition tief ins Herz der Multikulti-Ideologie. Wie die Antifa die Muslimen-Ghettos so beneidet man die linksextremen „Freiräume“ als „revolutionäre Zonen“, statt zu durchschauen, dass sie vom Staat geduldet und zugelassen werden.

Man will einen „Vorsprung“, den die Antifa auf gewissen Ebenen hat, nachholen und frönt einem Kult der Gewalt.
Tatsächlich sind diese „Freiräume“ aber nichts anderes als „Naturschutzparks“ für politischen Extremismus, die in Europa für Linke friedliche, alimentierte Wohlfühlzonen, für Rechte unbequeme Ghettos mit ganzjähriger Jagdsaison für die Polizei sind. Dennoch werden sie im Großen und Ganzen geduldet. Mit beiden Lagern könnte der Staat mit seinem geballten Gewaltmonopol kurzerhand aufräumen, wenn er das wollte. Aber das will er nicht. Denn nach seinem Konzept der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung, lohnt sich dieser Rummel derzeit einfach nicht.
Denn mit ihrem kleinhorizontigen. bandenartigen Vandalenterrorismus stellen die Antifas und die ihnen nacheifernden NWler in keinster Weise eine Bedrohung dar. Sie „treffen“ damit nur die Anrainer, deren Fassaden sie beschmieren, die Autobesitzer, deren Karren sie abfackeln und den Bezirkspolizisten, dem sie auf die Nerven gehen.
Er repräsentiert für sie als „Bullenschwein“ das „System“, mit dem man sich im Krieg wähnt. Tatsächlich ist er in der Regel ein unterbezahlter Deutscher, der das echte Multikulti-System, die Einwanderung und Islamisierung meistens selbst satt hat. Oft wählt er sogar eine „rechte“ Partei.

Indem politische Gruppen sich wie Banden gerieren, in Rockerclubs, Migrantengangs und Mafiastrukturen ihre Vorbilder sehen, richtet sich ein guter Teil ihrer Aktionen und ihrer Aggression gegen Polizei, Überwachungskameras und saubere Fassaden. An den Höhepunkten dieses sehr privaten „Krieges“, den ritualisierten Straßenschlachten mit den Robocops, entfaltet die Hordendynamik ihren Höhepunkt. Damit meinen sie „das System“ zu treffen. Sie glauben, dass sie sich „Freiräume“ erobern. Tatsächlich sind sie für den Staat ein kalkulierbarer, unbeachtlicher Risikofaktor.

Im Endeffekt bleibt es bei der reinen Ästhetik der Tat, die von der Szene für die Szene vollbracht, in hauseigenen Netzwerken verbreitet und bejubelt wird. Das hat vielleicht einen metaphysischen Wert und entspricht in seinem ziellosen Furor irgendwie authentisch einer Wahrheit des Seins – politisch ist der Effekt gleich null. Die Bande ist keine politische Avantgarde. Sie ist selbst immer nur beiläufiger Faktor und Material, niemals aber der Akteur.
Das macht ihren Unterschied zu einer Partei oder einer Bewegung aus. Die Bewegung ist im Volk verankert, ihr Ziel ist es, die Politik direkt oder über die Metaebene zu beeinflussen. Ihre Theorie ist klar und strukturiert, aber dringt nicht unkontrolliert und unverständlich nach außen. Was sie nach außen trägt, ist sinnvolle Propaganda und Infoarbeit, die genau auf das Bewusstsein des Volkes zugeschnitten ist und es auf das Niveau der Bewegung heben.
Ihre Parolen, Symbole, Aktionen und Auftritte sind so gestaltet, dass die Leute sie sofort verstehen, und dass es schwer fällt, sie in ein Eck des „Extremismus“ zu schieben.

Die Aufgabe der politischen Bewegung ist es, das im Volk schlummernde Potential zu seiner Verwirklichung zu bringen. Sie setzt die Lunte an die gärende Wut, die sich im Schrei der murrenden Masse entlädt. Sie bringt den Keim des Widerstandes zum Ausbruch, indem sie die im Volk bereits vorhandenen Meinungen zur Entfaltung bringt und die Denkansätze für die denkfaule Masse konsequent fortsetzt.

Konkret heißt das für Identitäre heute: die dumpfe, soziale und demographische Verdrängungsangst des Volkes muss mit der Wahrheit konfrontiert und über harte Fakten, starke Bilder und klare Worte zum Bewusstsein des großen Austauschs gebracht werden!

Die Bande gefällt sich stattdessen im Eigendünkel, einer unverständlichen Begriffs- und Symbolwelt, die außer ihr keiner verstehen kann und soll. Was allenfalls im Rahmen einer Bewegung für einen elitären Zirkel sinnvoll ist, wird bei ihr zum Standard. Eine Bewegung will mit ihrem Symbol die eigene Idee popularisieren. Eine klandestine Gang will ihre Symbole und Ideen zum Selbstzweck, zum apolitischen Ornament machen. Das Verschlungene, Seltsame, Abgehobene, Schräge und Verrückte ist ihr Element. Zu dieser Beliebigkeit, zu diesem neurotischen Drang nach Differenz einer „eigenen“ Symbolik, die sich von allen anderen abhebt, passt auch der neue Stil-Impuls, den die Bandenreste des NW derzeit aus der Hipster-Szene aufnehmen. Dieser ist als verzweifelter Versuch gleichgeschalteter Konsumenten, sich im postmodernen Einheitshedonismus über Stil und Geschmack-Idiosynkrasien einen individuellen Sonderwert zu geben, also auf rein subkultureller Ebene dem „System“ zu widerstehen. Ähnlich verzweifelt und ohnmächtig macht sich das Block&Banden-Denken in NW und Antifa aus, was die Aufnahme gewisser Hipster-Elemente nur natürlich erscheinen lässt. Für eine echte politische Bewegung mit einem politischen Ziel kann das nur Werkzeug und Mittel sein: Sie hat die Pflicht, die Herzen des Volks zu gewinnen und ihm das zu sagen, was die Medien verschweigen.

Die Bewegung existiert für ein Ziel, in ihr ist alles der Politik untergeordnet, sie ist ein Bund der sich zu einem Zweck formiert hat, auf den sie ausgerichtet ist. Die Bewegung existiert für ein Ziel, in ihr ist alles der Politik untergeordnet, sie ist ein Bund, der sich zu einem Zweck formiert hat, auf den sie ausgerichtet ist. Die Gang hingegen lebt fast nur mehr von der Provokation, in der sie sich ihre eigene Existenz und ihren eigenwilligen Stil versichert. Der Bewegung geht es darum, ihre Gegner in Angst zu versetzen und zu verstören, aber nicht das eigene Volk. Der Identitäre will den Multikultis das Fürchten lehren, aber nicht seiner Großmutter.

Den BaBo-Nazis geht es vor allem um die Revolte “gegen die Gesellschaft”, gegen die “Spießer”, gegen ihre Eltern, also alles Aspekte, die in ihre Adaption des Rockabilly-Typus passt. Sie sind “Rebels without a cause” – im politisch negativsten Sinne.

Sie wollen von allen gefürchtet und respektiert werden, wie eine Motorradgang. Sie sehen sich als harte “Outlaws” und kämpfen gegen alles und nichts, was sie missbräuchlich und unverständig als Kampf „gegen die moderne Welt“ darstellen.

Unsere Gegner, die Multikultis, ihre Politiker, Medien und Konzerne haben vor dem BaBo-Nazi keine Angst. Sie belächeln sie innerlich und benutzen sie äußerlich als Meinungswaffe gegen eine echte Opposition. Die echte und wahre Opposition, in der der Geist des Widerstandes, der Wille zur Wende und zum Sieg lebt, sind diejenigen, die das Volk nicht vertreiben, sondern mitreißen.

Es sind nicht diejenigen, die sich mit politischen Vorwänden mit ihrem Bekanntenkreis und mit ihrer Familie heillos zerwerfen, um sich als “Rebellen” gegen die alte Generation zu stilisieren. Es sind die diejenigen, die es schaffen, sogar ihre unpolitischen Bekannten, ihre Eltern und Geschwister zu Sympathisanten zu machen. Es ist nicht der Typus des Schulabbrechers, Tagediebs, Asozialen, Ausreißer und Soziopathen, der der Pfeiler einer politischen Bewegung ist. Es sind diejenigen, die in dieser Gesellschaft auch mitmachen könnten, aber sich freiwillig zu einem Leben in der Opposition entscheiden. Es sind diejenigen, die eine echte Liebe zu den Leuten, eine gesunde Beziehung zu Familie und einen guten Bekanntenkreis haben, und bereit sind, das für ihre Ideale zu riskieren. Bei ihnen ist die Politik keine Ausrede für das Scheitern ihrer sozialen Beziehungen und ihres Lebens. Ihr Ziel ist es, alles zu vereinen, alles zusammenzuführen und, wie Mao sagte, als Revolutionäre im Volk zu schwimmen wie ein Fisch im Wasser.
Dagegen existiert die Gang und Bande für sich selbst, es dominiert die Apolitik der kleinen Rituale. Sie wird zum Selbstzweck und kreist um ihre eigenen verstiegenen Ziele. Sie bindet den Sinn ihres Daseins gar nicht mehr an ein politisches Ziel, sondern würde „in jedem System“ als Bande weiter bestehen wollen. Weniger als das Volk aufzuwecken, geht es ihr im privaten Geltungsdrang darum, ihren Namen und ihre Symbole berühmt-berüchtigt zu machen. Apolitisch-anarchische „Kultfiguren“ wie Charles Bronson und Kunstfiguren wie Travis aus Taxi Driver und Tyler aus Fight Club ersetzen echte politische Vorbilder. Man verschmilzt mit der Popkultur und dem Antifa-Stil, den man sich noch vor wenigen Jahren nur zum politischen Werkzeug gemacht hat. Das Propagandawerkzeug wird zum Usurpator und ersetzt die Theorie. Denn der politische Wille und der Geist der Wende, der allein souverän über jede Propaganda gebieten kann, hat das Lager des NW verlassen.

2.4 Zusammenfassung

Wir können also ein Fazit über die Phänomene ziehen, die sich gerade im Restbestand des NW, der die dritten Welle einer ideologisch-inhaltlichen Kritik nicht mitgeht, ablaufen. Wie ein chemischer Prozess der Verhärtung, Vergrützung und Verkrustung, der mit dem Sediment geschieht, wenn die reaktionsfähigen Element sich verwandeln, so verhärten auch diese zurückgebliebenen Elemente zu einer anderen Form. Es ist der Typus, der anarchisch-vandalistischen Bande, die sich an mafiösen Gangs orientiert, der sich immer mehr mit apolitischer Popkultur identifiziert und die Antifa beneidet. Sie ist es, deren Stil man in der AN-Welle aus Kritik an Taktik und Auftreten der klassischen, freien Kameradschaften übernommen hat. Nun, da man den nächsten Zug der Kritik verpasst hat und am Bahnsteig ohne Hoffnung lungert, dringen ideologische Versatzstücke bis ins Hirn vor. Die Uniform der Antifa, die man aus taktischen Gründen übernommen hat, prägt immer tiefer auch das strategische Denken. Der Staat und seine Organe, Überwachung und Gentrifizierung werden zu Hauptthemen, während in der Zwischenzeit die Völker Europas verschwinden. Vandalismus, Terror, Gewalt-Kleinkriege und abgehobene Symbolsprache werden abgefeiert, während die einfachen Leute vergeblich auf eine Bewegung warten, die ihrer Wut ein Losungswort gibt (das macht sie zu leichter Beute für Scheinlösungen wie die Islamkritik XX Link). Der BaBo-Nazi erhebt sich.

Die Restbestände des NW geben so ihr eigentliches Potential, Sachwalter und Stichwortgeber der Volkswut zu werden, auf, um sich zu einer schlechten Kopie der Antifa zu stilisieren. Der Kern für dieses Verhalten ist ein Verrat an dem eigentlichen politischen Ziel und damit ein Verrat an der Form der politischen Bewegung. Dieser laufende Verrat entspringt der Feigheit, die letzte, die ideologische Konsequenz aus dem Scheitern der NS-Szene zu ziehen. Es ist ein innerer Kampf zwischen dem Gewissen, dem Ruf der Ahnen und der Heimat gegen die Dogmen, Symbole und Bindungen einer Subkultur. Er spielt sich in vielen Herzen und Hirnen ab. Es ist ein schmaler Grat, ein Tanz auf einer Schwertklinge. Manche zerbrechen daran und stürzen in den Abgrund der Gleichgültigkeit und Ironie. Einige sind schon auf der anderen Seite angekommen. Aber andere hängen noch immer unerlöst und unentschieden über der Leere. An die richtet sich dieser Text.

Die Völker Europas sind zersprengt und aufgelöst wie ein fliehendes Heer. Die Aufgabe der Wenigen, die das Ganze überblicken, wäre es, die Flucht zu beenden und die lose Masse wieder zu einer Front der Patrioten zu formieren.

Das hat im Rahmen des NS nicht als Neo-NSDAP, nicht als freie Kameradschaften und nicht als AN geklappt. Das brachte einige dazu, diesen Rahmen selbst zu sprengen. Für andere wurde er zum Selbstzweck. Die Begrenztheit ist ihre Maxime und sie tändeln als lose Rotte auf dem Schlachtfeld herum. Dreh- und Angelpunkt ihres Denkens und Ziel ihres Handelns heißt nicht mehr Deutschland oder Europa, ist nicht mehr das Volk und die Kultur. Es lautet:

3. Mein Block – der begrenzte Horizont

War zu Zeiten der freien Kameradschaften und der AN zumindest noch die „eigene Stadt“ der Raum, in dem man im Rahmen bundesweiter Aktionen tätig wurde, ist es bei den zersprengten Bandenresten der Bewegung mittlerweile hauptsächlich der „eigene Block“, den die BaBo-Nazis beherrschen wollen.

Angestachelt von der Casa Pound (die man in verklärter Urlaubsstimmung meist falsch interpretierte) und Antifa-Hausprojekten, entwickelte sich aus der simplen und sinnvollen Idee, Zentren und Rückzugsräume zu haben, eine eigene Ideologie, ein „Fetisch“. (Wir erinnern uns, das ist eine Sache, die künstlich mythisch aufgeladen wird und der in der Folge Effekte, Kräfte und Wirkungen zugeschrieben werden, die sie nicht hat.)

Die „Lösung“ für das politische Ziel, das immer weiter aus den Augen geriet, war in den Augen einiger auf einmal, Häuser zu besetzen und Straßenviertel unter Kontrolle zu bringen. Das „harmonierte“ perfekt mit dem Fetisch der mafiösen Bande, dem falschen Feindbild des „Bullen“ und der Glorifizierung des Vandalismus. Der „eigene Block“, den man zumindest unter Kontrolle bekommen will, scheint als psychologischer Ersatz für die Resignation bezüglich Deutschland und Europa herzuhalten. Es ist ein Sandkastendenken, das die Spannung großer Strategien und den Aufwand großer Vernetzungen nicht mehr erträgt.

Denjenigen, die das besser wissen müssten und einmal im Aufwind großer Gefühle ums Ganze gekämpft haben, kann man hier nur einen Verrat dieses Ziels unterstellen. Sie haben freiwillig das Ziel aus den Augen verloren. Wie eine Mannschaft, deren Schiff keine Koordinaten mehr hat und die als einziges Ziel sieht, die Kontrolle über „ihr Deck“ zu halten. Wie ein Bataillon, das jede Strategie aufgegeben hat und in sinnlosem Drill nur mehr die Kontrolle über „ihren (Kasernen)Block“ behalten will. Das „Mein Block“-Dasein ist ein sinnloses Dasein. Sinn kommt vom altdeutschen „sinan“. Es heißt auf dem Weg sein. Der Sinn verweist auf ein Ziel. Man ist immer auf dem Weg wohin und wenn es nur ein Teilziel ist. Die Bande in ihrem Block ist keine Bewegung in einer Frontstadt. Sie hat jedes Ziel und damit jeden Sinn verloren. Das Gefühl dieser Sinnlosigkeit schürt die Depression, die Apathie und gleichzeitig die aufstauende Verzweiflung, die sich in immer verrückteren, terroristischen Schüben entlädt.

Selbst wenn man es fertig bringt, „seinen Block“ zu „kontrollieren“, den einzigen Gewinn, den es brächte, wäre die Erkenntnis, dass damit für das eigentliche Ziel nichts erreicht ist. Und auch die „Herrschaft“ über ein paar Häuserzeilen, die sich in „besitzbeanspruchenden“ Plakaten und „raumergreifenden“ Stickern, sowie einer Handvoll abrufbereiter, gescheiterter Existenzen äußert, ist trügerisch. Denn der „Mein Block“-Fetisch der Restbanden des NW ist eine doppelte Nachäffung, eine Kopie einer Kopie. Das „Original“, von dem er sich unbewusst ableitet, wird er aber niemals erreichen können. Warum, soll in den nächsten beiden Kapiteln erklärt werden.

3.2 Die Kopien: Antifa & NW

Wie bereits im ersten Drittel unseres Aufsatzes erwähnt, stammt dieses Bande&Block-Denken, das über den Antifa-Stil auch ins nationale Lager eindrang, letztlich dem Anarchismus. Dieser ist eine radikal antistaatliche Spielart des Marxismus, in der der blinde Hass auf Ordnung, Hierarchie, Elite und Herrschaft so radikal ist, dass er sogar die eigene Bewegung infiziert. Anarchisten versuchen auch ihre eigenen Strukturen herrschaftsfrei und dezentral zu halten. Keine zentrale Planung, keine langfristige Organisation, keine koordinierten Stützpunkte, stattdessen lose Kommunen, hordenartige Sympathisantenkreise und diffuse, direkte Mob-Aktionen.

Als Begründung dafür muss oft die „totale Überwachung“ herhalten. Das westliche System wird, leicht pubertär und bemüht, zu einem „Polizeistaat“ und „Empire“ hochstilisiert, gegen den nur mehr vandalistischer Terror möglich wäre. Der wahre Grund dafür, dass die Anarchisten als Väter des Terrorismus gelten können, ist aber der, dass sie mit ihrer Unfähigkeit sich festzulegen und zu organisieren, auch eine Unfähigkeit, den zentralen Feind zu orten, vereinen.

Während Strömungen wie die Antideutschen mit einem gewissen, fast schon „identitären“ Instinkt (der sich leider in einer neurotisch-masochistischen Hyperidentifikation mit Israel äußert), im Islam den zu bestimmenden Hauptfeind orten und vermehrt bekämpfen, bleiben die Anarchos absolut diffus oder verlieren sich universitär in tragikomische „Anti-, Anti-, Anti-Wortketten“, die am Ende als „Gesamtscheisze“ zusammengefasst werden.

Wie kämpft man gegen die „Gesamtscheisze“, wenn einem nicht gerade ein erlösender „Naziaufmarsch“ die Feindbestimmungsfrage und innerlinke Debatte temporär abnimmt?

Mit der streuenden Gesamtwirkung des Terrors. Symbolisiert durch die beliebige Bombe, die Polizisten, Zivilisten, Kapitalisten, Dentisten und Floristen gleichermaßen trifft, gehen die Anarcho-Antifas mit niederschwelligem Terror beliebig gegen Infrastrukturvehikel vor. Vor allem geht es gegen den Verkehr und die Bauprojekte der modernen Metropolen, in denen man den Nervenstrang des Empires sieht. Dem genannten „Unsichtbaren Komitee“ nahestehende Autonome versuchten einen Anschlag auf den französischen TGV mittels Hakenkrallen. Ein „Hekla-Empfangskomitee“ versuchte sich am selben Unternehmen in Berlin. Alles in allem erreichte und erreicht dieser Vandalen-Terrorismus nichts. Er wirkt wie der kaprizierte, intellektualistische Aktivismus bürgerlicher Traumtänzer. Lenins Diktum vom Anarchisten als „umgestülpten Bourgeois“ behält zeitlos recht.

Die Weigerung der Autonomen, die Machtstruktur der Gesellschaft zu analysieren, die eigenen Ziele, frei von Dogmen, neu zu reflektieren und dann den Hauptfeind zu bestimmen, den man in einem geordneten und gezielten Kampf niederringt, äußerst sich in schmissigen Theoriefetzen einer “Trash-Philosophie”, welche die Theorie ersetzt. Der „allgemeine Aufstand“ wird als Mythos beschworen. Man ist selbst so sehr vom Egalitarismus des Liberalismus geblendet und „deterritorialisiert“, dass man zu einer klaren Analyse unfähig ist. Das kaschiert man mit Rhetorik und Designs, die in ihren falschen, marktschreierischen Versprechungen dem modernen Marketing nachempfunden sind. „Feuer, Flamme und Revolution“ wird „der Herrschaft“ geschworen. Das Ergebnis wirkt wie eine traurige Nachahmung von „Projekt Chaos“ aus Fight Club. Sie würden gerne so cool sein wie Tyler Durden – werden sie aber nicht. All das kennen wir auch zur Genüge aus den Bandenresten des NW und es ist kein Wunder, dass er mit Neid auf die Antifa blickt, die mit dem Konzept von Bande&Block zumindest zahlreicher und intensiver scheitert.

Tatsächlich liegt eine gewisse Wahrheit in der Sehnsucht nach Block und Bande, die im NW und der Antifa, also allen „extremen“ und pseudo-oppositionellen Gruppen, grassiert. Beide vereint die Erfahrung des Scheiterns, beim Versuch, die 2. und 3. politische Theorie im real existierenden Liberalismus wiederzubeleben. Beide pendelten sich nach vergeblichen Versuchen der zentralen Organisation, der untergründigen Armee-Fraktionen, der freien K-Gruppen und K-meradschaften, auf dem begrenzten Horizont des „eigenen Blocks“ ein. Man wird damit zum begrenzten, kalkulierbaren Risiko und findet eine Nische im System. Aber die wird „kontrolliert“, wie sich der BaBo-Nazi stolz in die Brust wirft.

Man ist wie ein Fürst, dessen Land erobert wurde und dem der fremde Tyrann gnädig gewährt, sich auf sein Waldschloss zurückzuziehen, dessen kleinen Park man mit den vier letzten Gardesoldaten „kontrollieren“ darf. Man „herrscht“ – aber über ein kleinen, hermetisch abgeschlossenen Raum. Je mehr man sich mit ihm identifiziert, desto mehr neutralisiert man sich politisch.

Der Grund, warum die 2. und 3. politische Theorie sich unaufhaltsam auf dieses Niveau hinunter schraubten, liegt in ihrer Unfähigkeit, die entscheidende Frage und Front unserer Zeit anzusprechen. Es ist der Kampf gegen den Universalismus und für die ethnokulturelle Identität. Die Revolte des Daseins und der Aufstand der Kulturen gegen das Gestell des Liberalismus.

Nur eine Kritik, die Rassismus, Multikulti, Chauvinismus, Vermischung, Globalisierung, Ausbeutung, Masseneinwanderung, sexuelle Objektifizierung und Zerstörung der Familien, Individualismus und Kollektivismus gleichermaßen radikal attackiert, ist in der Lage die revolutionäre, aber komplexbeladene Masse mitzureißen.

Dieser Geist des Aufstandes und die Hoffnung auf eine Wende lebt heute nur in identitären Kreisen und dem ambivalenten Lager der 4. politischen Theorie. Sie allein haben die Chance, das Ende der Geschichte und die postmoderne Zersetzung aller Dinge, die ewige Repetition des Immergleichen zu durchbrechen und ein neues unbeschriebenes Blatt aufzuschlagen. Daher sind auch nur sie theoretisch in der Lage, im Namen dieses Geistes einen politischen Willen und einen strategischen Weg zu entwickeln, also damit seinen SINN zu stiften.

Alle anderen politischen Lager verkommen in der Sinnlosigkeit, im Reenactment und im blinden „Mein Block“-Denken. Der Block ist die kleinste, überschaubare (vor)politische Einheit, in der man, ohne einer lebendigen (also vierten) politischen Theorie und einem mobilisierenden Mythos, dem „Empire“ irgendwie Widerstand leisten kann. Das beweisen der Antifa und dem NW jene No-Go-Areas, die sie in ihrem Block&Bande-Denken eigentlich beneiden.

3.3 Im Migrantenghetto: Das Original

Wenn die Antifa vom „allgemeinen Aufstand“ träumt, wenn NWler von „national befreiten Zonen“ fantasieren, dann ist das, was sie eigentlich im Auge haben, das Migrantenghetto, das dank Multikulti in allen europäischen Metropolen wächst. Was in den Banlieus, was in London und Amsterdam geschah und jederzeit wieder geschehen kann – das ist ein spontaner Aufstand militanter Massen, nicht die immer selteneren, mühsam organisierten „Spontandemos“ und Antifa-riots von einer aussterbenden Sekte spezialisierter Berufsaktivisten.

Was in den islamischen Hinterhöfen, in den von Clans beherrschten sozialen Wohnbauten mit Gemeinschaftsküche, privaten Kindergärten, in dem Netzwerk aus Kebabbuden, Internetcafés und Wettbüros wächst, ist eine ECHTE Gegenkultur, nicht etwa die exaltierten Subkulturen von Antifa und NW, die sich im Markt der Popkultur einzureihen versuchen. Und das, was, wenn ein Polizeiauto ins Viertel fährt, aus dem arbeitslosen Dämmerschlaf erwacht und in wenigen Minuten aus Shisha-Bars, Gemüseläden, Innenhöfen und Wohnungen quillt – das ist echte Stadtteilkontrolle. Nicht etwa die paar immergleichen Daueraktivisten die man erst mühsam organisieren muss, wenn ein „Antifa“ oder ein „Nazi“ im eigenen Revier aufkreuzt – vorausgesetzt natürlich sie sind nicht gerade in der Vorlesung oder beim Essen mit ihren Eltern, die ihnen die Wohnung im Szene-Viertel finanzieren.

Die No-Go-Areas, die Migranten aufgebaut haben, sind wirklich schwarze Flecken auf der politischen Landkarte des Liberalismus. In seinem Inneren wächst an vielen Stellen eine Terra Incognita, in der das Herz einer Wüstenreligion schlägt. Das beunruhigt ihn. Noch lange könnte er zwar mit der Armee die Aufstände niederschlagen, doch ihm ist bewusst, dass sich in diesen schwarzen Löchern das biologische Saftzentrum seiner Bevölkerung befindet. Wenn er heute alle jungen Männer verhaftet, wachsen in einem Jahr hunderte neue heran, die er noch weiter aus seinem System, aus „der Gesellschaft“ isoliert hat. Die Wand des Schweigens, die den ermittelnden Polizisten vom spielenden Kind bis zum zahnlosen Greis entgegenschlägt, wird durch die ethnische Bruchlinie und die Sprachbarriere zum unüberwindlichen Hindernis, das tausende Antifa- und NW-Rechtsschulungen nicht herstellen können.

Hier sind die Agenten des liberalen Systems wirklich im „enemy territory“. Hier verschwendet die Jugend auch keine Energien daran, „gegen das System“ vorzugehen. Ihre Rebellion ist ihre schlichte, massenhafte, ziellose Existenz, ihr stummes, gähnendes Prekariat, in dem sie vor sich Hindämmern, wie ein Raubtier im Halbschatten eines Baumes: jederzeit bereit, aufzuspringen und die Krallen zu zeigen, wenn der Staat nicht mehr bereit ist, das wuchernde Ghetto mit Transferleistungen zu alimentieren.

Teilweise hat der Liberalismus diese echte Blockhoheit der Migranten rechtlich anerkannt. In England gibt es eine sozialdemokratisch geförderte Kollaboration zwischen der roten Partei und den islamischen Ghetto-Clanchefs, was Verteilung der Gelder und Gerichtsbarkeit betrifft, die man fast nur mehr als „Teilautonomie“ bezeichnen kann. (Dafür sind der Partei die Stimmen des Ghettos gesichert, mit denen sie dem Untergang der englischen Demokratie und des englischen Volkes wenigstens mit einer satten Mehrheit zusehen kann.)

Die Migrantenghettos leisten, ganz ohne eine politische Theorie, ohne Bewegung und Partei zu sein, allein durch ihre biologische und kulturelle Vitalität dem liberalen Empire Widerstand. Ja, sie beginnen gerade, es ernsthaft zu zersetzen und befinden sich in einer stillen Offensive, einem heimlichen Aufmarsch, der unaufhaltsam scheint. An diesem Ende steht aber kein „allgemeiner Aufstand“ der „multitude“, kein anarcho-rousseauistisches Idyll egalitärer Frauenbanden und libertärer Lesbennester, sondern ein islamisches Kalifat. Der politische Islam kommt als Angriffsmodus der migrantischen Gegenkultur zu ihrem für sich schon unbesiegbaren Ghettowachstum noch hinzu. Er gibt ihnen den übernationalen Kitt, er schafft eine internationale Bewegung, er malt die politische Gegenvision zum verhassten westlichen Liberalismus: Scharia und Kalifat.

DAS ist eine erfolgreiche Block- und Bandenstrategie, die dem Liberalismus tatsächlich Sorgen bereitet und auf die er sich seit mehr als einem Jahrzehnt immer nervöser mit speziellen Armee- und Polizeitrainings vorbereitet. Das ist der „kommende Aufstand“, die kommende Front und nicht die lächerlichen, pubertären Bandenfantasien versprengter Alt-Universalisten.

Das ist das Original, das NW und Antifa völlig vergeblich kopieren. Es geht nicht um coole Plakate, Kapuzenpullover, Mollies, Steine und vegane Dachgärten. Es geht nicht um stilvolle Zentren, Straßenkunst und trendige Logos und Frisuren. Es geht um Fruchtbarkeit, um Familien, um Kinderscharen, um liebende Mütter, Hausfrauen, die im Innenhof die nächste Hochzeit arrangieren; um alte Patriarchen, denen die jungen Gangsterrapperkanacken die Hand küssen; um Kinderbanden, die sich an abenteuerlichen Sommerabenden im Krieg um den Spielplatz üben. Das ist das Herz des Ghettos, das ist sein Puls: die Familien, die Clans, die Netzwerke…

Das Leben im Stamm und im Ghetto geht einen eigenen Weg. Es hat einen dämmrigen Rhythmus, der einen umfängt und auf eine Schwingung bringt, die alles zu einer sanften, fließenden Einheit macht. Man ist nie allein, man ist immer eingewoben – in den islamischen Jahreskreis, in das Netz der Familien, in Onkel Alis Kebabbude, in Cousin Murats Lieferservice. Das Leben ist vorbestimmt, aber man kann auch gar nicht scheitern. Man wird geleitet, begleitet, aufgefangen, mitgetragen. Für Apathie, Vereinsamung, Depression, fürs einsame Aufkrachen in der ersten eigenen Wohnung ist gar keine Zeit und kein Raum im Ghetto.

Man ist nie allein. Man hat nichts für sich. Alles ist im Familienbesitz und rotiert juristisch hin und her. Gegen das geheime Gesamthandeigentum des Clans hat der liberale Sozialstaat keine Chance. Fünffach, zehnfach wird abkassiert. Man könnte es ja auch so machen – wenn man Teil eines Clans wäre. Der Islam schafft eine mythische Welt, gibt Sinn, Zufriedenheit, Gesetze und Regeln, setzt auch der Herrschaft der Patriarchen sanfte, ethischen Grenzen. Und morgen ist wieder eine Hochzeit, zu der alle eingeladen sind. Man ist kein Individuum, man ist Teil eines größeren Ganzen, einer Horde, eines Schwarms. Das Ghetto ist archaisch.

All das können die Block-Banden Imitate von NW und Antifa niemals leisten. Es sind zuletzt Kunstprojekte und mühsam zusammengezogene, in Kleinstarbeit konstruierte temporäre Konstellationen, die ganz schnell zerreißen, wenn Ausstieg, Job, Studium, Freundin, etc. die zentrale WG gesprengt hat. Trotz all der gemeinsamen Aktionen, Saufabende, veganen Kochabende, politfreien Filmabende; trotz all der politischen Treueschwüre ist am Ende jeder für sich allein auf sich selbst gestellt. Er hat sein eigenes Konto, seine eigene Familie, die irgendwo in einer anderen Stadt auf seine Feiertagsbesuche wartet – und darauf, dass er endlich „vernünftig“ wird und sich auf die Karriere konzentriert, was er dann meistens am Ende auch tut.

Die lächerlichen „Herrschaftsbeweise“ im eigenen Kiez richten sich meistens nur je gegen Nazis oder Antifas, also die verfeindete politische Sekte. Gegen andere hätte man auch keine Chance. Es ist wie rin unsichtbarer, für die Masse irrelevanter Privatkrieg, der z.B. von Finken und Spatzen um die Brotkrumen der Cafes geführt wird. Er findet auf einer Ebene statt, die keiner mehr versteht und die keinen interessiert. „Die spinnen eben die Extremisten“.

Die „Herrschaft“ über den eigenen „Block“ vonseiten der Antifa und des NW ist entkernt und kraftlos. Sie ist eine Pose, die von Polizei, Armee aber auch Migrantengangs jederzeit „weggeräumt“ werden könnte. Die wenigen zentralen, hoch geschulten, elitären Aktivisten, meist Einzelkinder bürgerlicher Familien, sind, würde man sie in einer Razzia alle einbuchten, auf Jahre hinaus unersetzbar. Die „Blockkontrolle“ ist ein Selbstbetrug. Er wird auch nur bei der Antifa weiträumig geduldet. Tatsächlich kontrollieren NW und Antifa ihre Reviere, wie ein Knastbruder seine Zelle oder im besten Fall seinen Zellenblock „kontrollliert“. Wenn er den Mund hält und alles im Block bleibt, lassen die Wärter ihn in Ruhe, es gibt Fernsehen und Essen. Wenn aber weiter Unruhe gesät oder gar ein Ausbruchversuch unternommen wird, stürmen die Wärter die Zellen, es setzt Knüppel, Wasserwerfer und Nahrungsentzug.

Die Blocks und Banden von NW und Antifa sind eine bürgerliche Attitüde, eine Spielwiese für blasierte, enttäuschte, ziel- und sinnlose, meist tief verzweifelte Menschen. Es fehlt die Kraft der Biologie, der Familie, der Frauen, der Kinder, der Alten, des Glaubens, des gemeinsamen Eigentums. Ihr fehlt auch der nie endende Geldfluss durch Sozialhilfe und Kleinkriminalität. Und vor allem fehlt die Natürlichkeit der Sippe, in der all das zusammenhängt. Kein noch so ehrgeiziges, alternatives, idealistisches Wastedumping-WG-HartzIV-Selbstversorgerprojekt kann künstlich die Kraft herstellen, die sich heimlich, wachsend und drohend in den Migrantenghettos sammelt.

Das Block&Banden-Denken ist für die entwurzelten, aber nationalistischen jungen Migranten nur natürlich. Sie suchen instinktiv eine Identität, die Herkunft auf „Blut und Boden“ aufbaut und die sie in der liberalistischen Party-Welt, im Verfassungspatriotismus der FdGO nicht finden können. Ihr „Blut“, das ist ihre ethnische Gang, die „Blutsbrüdaz“ ihr Boden, das ist eben ihr Block, den sie auch tatsächlich vollkommen beherrschen. Es ist der gesündeste und logischste Kurzschluss für ihr identitäres Bedürfnis. Es bleibt ihnen gar keine andere Wahl, als sich in ethnischen Blöcken zu sammeln, wenn sie nicht im Liberalismus aufgehen wollen. Das gelingt ihnen mit für sie hervorragendem und für uns atemberaubendem Erfolg. Ihre Ghettos sind die pulsierenden Lebenszonen in einer Gesellschaft des Todes.

Ganz anders macht sich aber das Block&Banden-Denken für ethnische Deutsche und Europäer aus. Es ist für sie ein totaler Rückschritt, ein geistiger Bankrott und eine peinliche Nachäffung der Migranten, die ganz gemäß der Demographie auch in der Jugendkultur führend werden.

Zugespitzt gesagt: Der Block ersetzt als Identifikation das Volk…. Was für ein Abstieg!

Es ist ein Rückfall auf ein Nichts, eine wortgewaltige, „stilvolle“ Resignation. „Return your revolt into style“ ist die traurige Wahrheit des gesamten, pseudomilitanten, hyperextremen Block&Banden-Wahns. Es ist eine reine, hohle, temporäre Pose, eine wirkungslose Volte, die der BaBo-Nazi gegen ein Gebirge schleudert.

Was bleibt uns noch? Was ist der Ausweg? Was bleibt uns, wenn uns der Weg des Freiraums, des Ghettos durch unsere demographische Schwäche und durch das Fehlen aller familiärer Werte versagt bleibt? Wenn alle Versuche im Rahmen der 3. politischen Theorie Parteien, Bewegungen und freie Gruppen zu organisieren, es nicht schafften, das Herz des Volkes zu gewinnen und daher unbeachtet von der Repression weggeräumt wurden?

Schon Michael Kühnen schrieb einst voll ohnmächtiger Wut über das Volk:

„Er sieht nicht, daß Organisationen wie die ANS, die nicht verboten sind, dennoch ständig behindert und terrorisiert werden, bis es dann schließlich zur Explosion kommt, wie am 22.7.78, als die Sturmtruppe der ANS einen Versammlungsort vierzig Minuten lang gegen eine Hundertschaft Polizei hielt! All das sieht er nicht, der bundesdeutsche Michel, es interessiert ihn auch nicht und trotzdem.“

Trotzdem was? Trotzdem „stilvoll untergehen“?

All jenen, denen das, was sie hier gelesen haben, immer schon irgendwie klar war, denen bewusst ist, dass der gesamte „Widerstand“ eine Geschichte des Scheiterns, des Rückzuges, des „trial and error“ war, ist längst bewusst, worum es geht.

Die 3. politische Theorie, der NW, der NS und alles, was damit zusammenhängt, müssen sterben, damit der Weg frei wird für eine echte, reine, unbelastete und neue Bewegung. Nur sie könnte noch, wie oben angedeutet, das kritisch-revolutionäre Potential in allen Völkern Europas wecken, anstatt den gordischen Knoten von Selbsthass und Multikulti, Anti-Hitler und Pro-Hitler noch enger zu ziehen.

Die Intention aller kritischen Wellen, so unsere Vermutung, war immer eine identitäre. Wie ein Tier, das in einer Zelle eingeschlossen ist, versuchten die Insassen des nationalen Szene-Gefängnisses fieberhaft alles, was innerhalb des NS-Rahmens verändert werden konnte, zu verändern. Der Grund war das Bewusstsein, dass mit dem NS das Ziel, das Volk zu retten, nicht erreichbar war. Jahrzehnte brauchte es, bis es auch in die Köpfe von aktiven Kräften vordrang, dass die Gleichsetzung vom Erhalt des Eigenen mit Chauvinismus, von der Bewahrung der ethnischen Gemeinschaft mit Rassismus, dem Erhalt der europäischen Völker und nationalistisch-revanchistische Bruderkriegen letztlich eine Waffe des Systems war und ist. Diese Gleichsetzung ist ein Fetisch, eine Lüge, die nur von subkulturellem Szenendenken erhalten wird. Der NS-Sekten-Rahmen, in dessen engen Grenzen alles versucht wurde, isolierte unbewusste Identitäre seit Jahrzehnten vom Volk und kettete sie an Asoziale und gescheiterte Existenzen. Das war und ist vom System, von Antifa, Medien, Politik und Wirtschaft gewollt. In diesem Sektengefängnis entsorgen sie alle Idealisten, die ihnen gefährlich werden könnten.

Die drei Wellen der Kritik waren unbewusste Ausbruchsversuche. Unbewusst, weil eine wahre Erkenntnis der identitären theoretischen Grundlage vom NS-Fetisch verdunkelt wurde. Während die erste Phase noch konsequent für eine NS-Legalisierung kämpfte, weil sie Heimat und NS total gleichsetzte, verlor sich dieses Ziel in der zweiten Phase in der diffusen Beliebigkeit der “freien” Kräfte, zu einem unreflektierten, von idiotischen Tag-X-Mythen umwaberten “Gegen das System”-Denken.

In der dritten Phase versuchte man eine echte Neuorientierung, schuf einen neuen Stil, der den zersplitterten Gruppen nach langem wieder eine Einheit gab und wandte sich in der Volkstod-Kampagne im Grunde nur der Frage unseres Aussterbens zu. Die Intention hinter dieser Kritik war klar das Bewusstsein des Scheiterns des NS-Fetisch, der Gestrigkeit und Nebensächlichkeit der NS-/Kriegs-Themen und der Wunsch, endlich frei und offen nur über die zentralen Fragen der Identität zu sprechen. Diese Intention kämpfte gegen die Feigheit und Faulheit, die verhinderte, den letzten Wall des Szene-Gefängnisses zu überwinden: die NS-Ideologie und der Bezug auf “nationalen Sozialismus”, der eine reine provokante Worthülse ist. Aus REINER Szene-Tradition und verbohrter Verhärtung blieb man dem “NS” treu.

Das war ein Verrat an der Intention, die eigentlich zur zweiten Kritikwelle und dritten Phase geführt hatte. Man hatte Angst, weiterzugehen und ohne den NS-Dogmen in die Beliebigkeit zu verfallen, wie es einigen ANs geschehen war, die über nationalrevolutionäre Lügen ins Antifa-Lager abglitten.

Erst eine echte, neue Erarbeitung der Fundamente eines identitären und patriotischen Weltbildes, über die Quellen der Neuen Rechten und der Konservativen Revolution gab einer kleinen Avantgarde (zu der wir den Funken zählen) Kraft und Selbstbewusstsein, eine neue Bewegung außerhalb des NS-Lagers zu gründen und sich scharf von diesem abzugrenzen. Das Volk, die Heimat, das eigene Land, Erhalt der Familie, der Kultur, der germanische Geist und der Geist Europas sind in Wirklichkeit in unserem, im identitären Lager. Die identitäre Kritik als dritte Welle, von innerhalb und außerhalb des “nationalen Lagers”, ist der geistesgeschichtliche Abschluss einer tragischen Verschmelzung von NS/Faschismus und dem Ethnisch-Völkischen. Sie fand im letzten Jahrhundert in ganz Europa statt und übertrug Grundideen der Moderne und des Universalismus auf die Gemeinschaft der Nation. Radikale Abwertung des Anderen, Auserwähltheitswahn, fanatische Fortschrittsideen, totale Mobilmachung etc. führten zu einer Verschmelzung von Rassismus, Antisemitismus Chauvinismus und Bellizismus mit der eigenen ethnokulturellen Identität.

Diese Mischung ist es, die heute den Erhalt des Eigenen zum “moralisch Bösen” macht und den Völkern Europas eine Rückkehr zu einer partikularen ethnozentrischen Moral geistig verhindert. Erst die Auflösung dieser Mischung kann wieder einen gesunden Bezug zum Eigenen schaffen, den Schuldkult überwinden, den Egalitarismus entzaubern, den Ethnomasochismus kurieren und den Zorn der Massen in eine echte patriotische Bewegung leiten (statt ihn von Ausweichbewegungen wie der Islamkritik aufsaugen zu lassen).

Das ist die seinsgeschichtliche Aufgabe einer identitären Kritik, die niemals an eine Bewegung gebunden ist, sondern in den Herzen all derer lebt, denen die Gemeinschaft und der Sieg wichtiger ist als der Eigenfetisch. Sie ist auch im Geiste mancher BaBo-Nazis im Kampf mit ihrer Feigheit und ihrer Angst, den Schritt ins Ungewisse, Neue und Freie zu machen.

Doch wer heute zurückbleibt, wer die verkürzte zweite Welle der Kritik nicht konsequent weiterführt, wer es sich in der NS-Zelle gemütlich macht und in der “Mein Block“- Knastgang seine Erfüllung sucht, verrät seine Volk in der Stunde der höchsten Not. Das ist hart, aber es muss gesagt werden.

Denn nur diese neue Idee und Strömung hat das Potential, sich eine neue Strategie zu erarbeiten, die alle Schlüsse aus dem Scheitern von NS und Antifa zieht und das wahre Ziel erreicht: Das Herz des Volkes gewinnen.

Wir haben dazu eine klare Vorstellung und eine klare Vision, die wir in der kommenden Zeit hier am Funken entfalten wollen und deren Auftakt eine identitäre Gegenposition zum Block&Banden-Denken sein wird. Der Text mit dem Titel: „Die Bewegung im Kampf um die Stadt“ liegt bereits vor und wird bald exklusiv hier erscheinen. Es geht, wie der Titel sagt, um die Frage, wie eine identitäre Reconquista konkret aussehen kann und wie die metapolitische und politische Strategie einer 4. politischen Theorie aussehen kann und warum wir trotz allem immer noch eine Chance haben. Um allerdings die werten Leser nicht noch mehr zu strapazieren und weil bei einem Blogartikel bei 18 Seiten endlich mal Schluss sein muss, werden wir ihm einen eigenen, neuen Beitrag widmen.

 

 

 

 

 

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2 Kommentare zu “Mein Block – Der “BaBo-Nazi” & seine begrenzte Denkzone

  1. Ein interessanter Theorie-Beitrag mit vielen richtigen Ansätzen. Natürlich für diejenigen, die noch lesen können und wollen…

    In einem wesentlichen Punkt aber sind „Die Identitären“ selbst „Ghetto“ und überkommene Substanz. Die meisten Identitären kritisieren Universalismus & Egalitarismus und die islamische Wüstenreligion und richten Ihre Identität angeblich auf Ihr Volk. Gleichzeitig positionieren sie sich selbst in blindem Abwehrreflex in einem „christlichen Mein-Block“-Denken. Sie übersehen dabei, dass dieses Christentum selbst eine universalistische Wüstenreligion, die mit deutscher / europäischer Identität NICHTS zu tun hat. Sie ist Judentum für Nichtjuden und insofern ein geschicktes Instrument des Judentums, um mit weltweit 0,25% die eigene fehlende Masse mit christlichen Hilfstruppen zu flankieren. Und wie man als deutscher Identitärer eine solche Fremdideologie, deren jüdischer Gott ausdrücklich NUR das Volk Israels als SEIN Volk bezeichnet, das den Auftrag hat, alle anderen Völker zu unterwerfen und zu beherrschen, als EIGENES anzunehmen, ist ein Denkabriß erster Güte. Hier zeigt sich jahrhundertelange Domestizierung, die dazu führte, in pawlowscher Abrichtung fremde Ziele für die eigenen zu halten. Und Reconquista heißt im Grunde christliche Rückeroberung gegen islamische Eindringlinge. Und die eigene Basis sehen die Identitären ja denn auch in völlig fehlgeleiteten Tunnelblick-Kreuzknechten (als Ritter mag man die traurigen Gestalten nicht bezeichnen) wie dem PI-Netzforum, den PRO-Grüppchen oder den GDL-Figuren usw.

    Solange man also selbst diese überkommenen Zöpfe nicht wagt, abzuschneiden, um sich etwa auf die naturreligiösen Traditionen der eigenen Ahnen besinnt, sollte man nicht FW und AN-Reste kritisieren, die den Sprung in die nächste Phase nicht wagen würden. Mörderischen Christen-Inhalten des AT oder auch dem Lügenbehelf des NT sind eindeutig anti-identitäre Inhalte immanent. Dies aufzuführen würde hier zu weit führen. Dazu sei auf das neue soeben erschienene Buch „Christliche Verfälschung des germanischen Ur-Kults“ verwiesen.

    Aber wer das Abrücken identitärer und konservativer Kreise vom Christentum nicht zu fordern wagt, sollte von der Kritik an FW und AN wegen ihres Festhaltens am NS schweigen.

    (Wobei dabei noch zu klären wäre, welche Form des NS denn hier dem Volk als Popanz vorgeführt wurde, von dem es sich angewidert abwendet – und wie dieser tatsächlich aussehen sollte und könnte.)

  2. Ob es einem persönlich gefällt oder nicht, die Geschichte von Europa ist die Geschichte des christlichen Europas und nicht des Europas das die Donar Eiche anbellt. Kreuzritter, Reconquista, Lepanto, Reformation das ist unsere Identität, wir können uns keine neue dazu erfinden. Neuheidnische und naturreligiöse Traditionen werden nie wieder eine Rolle auf diesem Kontinent spielen, das wird immer nur eine Sache von einigen wenigen Spinnern und Sektierern bleiben.
    Die christlichen Kirchen selbst haben ja auch immer weniger gesellschaftlichen Einfluß, das spirtituelle Loch das dort entsteht, wird ja bereits von einer anderen Wüstenreligion gestopft.

    Der Versuch dort eine neue Front aufzumachen ist also sowieso zum Scheitern verurteilt. Das was hier gerade untergeht, ist das christliche Abendland. Eine Rückbesinnung auf sogenannte „germanische Urkulte“ wird niemals stattfinden und kann man daher als Idee verwerfen.

    Das diese GDL und PI Typen genauso traurige Gestalten wie die vom NW sind, spielt dabei keine Rolle.

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