Reihe Impulse 2. – Strategische Verwendung das Begriffs “Rassismus”

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Nach der Klärung zur Definition des Begriffs „Rassismus“ im ersten Teil der „Reihe Impulse“, soll nun im zweiten auf die strategischen Aspekte zur Verwendung dieses Begriffs eingegangen werden. Sprache und Kultur unterliegen einer Entwicklung und so ist es nicht zu leugnen, dass sich auch die politische Rhetorik dieser Veränderung nicht verschließen darf, wenn man verstanden werden möchte. So hat sich beispielsweise die Linke ihrer Klassenkampf-Rhetorik entledigt und angepasst, als die Arbeiterbewegungen und ihre Schlagworte an Bedeutung verloren.

Veränderte Gewichtung politischer Konzepte und deren Schlagwörter

Zum leichteren Verständnis kann der Begriff „Sozialismus“ herangezogen werden. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war dieser Begriff einer der zentralen Begriffe mehrerer politischer Bewegungen. Die Not in den Arbeiterstadtteilen war groß und die Bevölkerung lebte unter dem Existenzminimum. Bittere Kälte, Hunger und Elend waren ein weitreichendes Problem. Die >Soziale Frage< war also die bestimmende! Der Begriff Sozialismus brachte Hoffnung auf einen dringend notwendigen sozialen Umbruch. So war es nur logisch, dass sich auch nationale Ideengeber dem Begriff zuwandten. Viele Anhänger sozialistischer Ideen waren auch nationaler Politik gegenüber positiv eingestellt. Mit der Adaption, eines der Schlagworte der Roten, haben die Nationalsozialisten erfolgreich Mitglieder gewonnen, die sich sonst anderen Gruppen angeschlossen hätten. Der Anteil der Mitglieder mit einem sozialistischen Schwerpunkt war so groß, dass ihr Fürsprecher in der NSDAP Georg Strasser nach einem möglichem Bruch in der Strasser Krise durchaus große Teile der Partei hinter sich gehabt hätte. Er bedrohte sogar die Machtposition Hitlers, was ihm selbst nach seinem politischen Rückzug später noch das Leben kostete.

Heute haben Arbeiterbewegungen kaum noch eine Bedeutung und die Wenigsten werden sich mit „der Arbeiterklasse“ identifizieren. Die Verelendung von tausenden Großfamilien in engen Arbeiterparzellen ist dem Wärmetod in den von Ikea ausgestatteten Wohneinheiten der Großstadtbetonbauten gewichen. Der Sozialismus wurde in alle Richtungen gedeutet und viele Staaten, die sich als sozialistisch bezeichneten, sind gescheitert. Dass soziale Aspekte nicht nur eine Sache des Sozialismus sind, hat sich mittlerweile ebenfalls herumgesprochen. Der Sozialismus verlor deswegen in dieser Hinsicht sein Monopol. Es liegt kein Mobilisierungspotential mehr in diesem Begriff und selbst die Linken haben begriffen, dass er politisch längst tot ist.

Die gescheiterte Zuwanderungspolitik und die verzweifelten Versuche das multikulturelle Experiment doch noch zu retten, sorgen heute für den politischen Sprengstoff. Die >Soziale Frage< ist der >Identitären Frage< gewichen. Umfragen haben schon lange eindeutig erwiesen, dass eine kritische Einstellung gegenüber der Massenzuwanderung überwiegt. Eines der zentralen Schlagworte in dieser Debatte ist der Rassismus-Begriff und daher wird man ihn kaum ignorieren können! Auf der Straße hört man oft von „zu vielen Ausländern“ und von dem Problem der hohen Ausländerkriminalität, doch rassistisch möchte keiner sein. Niemand wünscht sich von einer Heerschar an Afrikanern und Arabern ersetzt zu werden und kaum eine Mutter schickt ihre Kinder gerne auf eine Schule mit hohem Ausländeranteil. Erst vor Kurzem beteiligten sich hunderte an einer Demonstration gegen ein Asylheim in der Nachbarschaft. Auf die Teilnahme angesprochen, wird jedoch oft die Ablehnung von Rassismus und die Distanzierung von den als rassistisch geltenden Veranstaltern der NPD noch gesondert erwähnt. Fazit ist: Ähnlich wie damals eine Möglichkeit geschaffen wurde national und trotzdem sozialistisch zu sein (vorher vermeintlich Gegensätze), muss heute die Möglichkeit geschaffen werden national und trotzdem ganz klar nicht rassistisch, oder besser antirassistisch, zu sein.

Die deutsche Rechte und der Rassismus-Begriff

Die deutsche Rechte und besonders der Nationale Widerstand schweigen, abgesehen von Eigeninterpretationen, am liebsten zum Thema Rassismus. Das Wort und das ganze Thema kommt bei der rechten Argumentation – die Neue Rechte ausgenommen – schlichtweg nicht vor. Antirassismus wird ganz klar als ein Schlagwort der Gegenseite angesehen und ist dann grundsätzlich abzulehnen. Gerade bei dieser Thematik zwingt die allgemeine Haltung aber zu einer unmissverständlichen Stellungnahme. Schweigen ist immer schweigendes Zustimmen. Gerade hier liegt einer der Kardinalfehler! Grundsatz und Konsens in der nationalen Weltanschauung ist immer die Priorität gewesen, dass das Volk überleben und sich behaupten muss. Ein starker Volkswille und eine gemeinsame Vaterlandsliebe waren immer das größte verbindende Element aller Patrioten. Aber eben das sind keine rassistischen Grundsätze. Es geht nicht darum, sich über andere Völker zu stellen oder Fremde abzuwerten. Es geht auch nicht darum, einen Anspruch auf Welthegemonie zu stellen oder in die Freiheit anderer Völker einzugreifen. Nur, wer eben doch ganz klar solche Ziele verfolgt, kann sich nicht antirassistisch nennen. Nicht zuletzt sind Phänomene, wie der Erfolg von Sarrazin nur möglich gewesen, weil es schwer war ihm glaubhaft Rassismus zu unterstellen. Nur wer auf Leben und Tod des eigenen Volkes nicht auf den chauvinistischen Überlegenheitsanspruch verzichtet, muss den Begriff „Rassismus“ möglichst umschiffen oder ablehnen.

Eine Verwendung in unserem Sinne ist aber sehr wohl möglich! Als Erstes kann klar ausgedrückt werden, was wir nicht wollen, auch wenn es uns unterstellt wird. Eine Präzisierung der eigenen Aussage beugt später aufgezwungenen Rechtfertigungen und Richtigstellungen vor. Ausweichen kann man diesen Ergänzungen nicht, da ein Schweigen, wie bereits erwähnt, die Aussagen der Gegenseite indirekt bestätigt. Als Zweites kann mit einem eigenen Antirassismus auch angegriffen werden! Die effektivste Waffe der Gegenseite kann also gegen sie gerichtet werden. Sie geben das Spiel an, aber wir können durchaus die Regeln ändern, anstatt einfach brav die uns zugedachte Rolle zu spielen. Wir schaffen ein Klima, in dem es wieder notwendig wird die Argumentationsmuster genau zu prüfen, bevor man eine klare Entscheidung treffen kann. Wir sprengen einfach die Stigmatisierung auf, die für uns gedacht war und der Gegner kann nicht nach altbewährten Methoden verfahren und muss sich wo möglich nach neuen Strategien umsehen. Wenn wir es schaffen das linke Monopol auf den Antirassismus zu brechen oder auch nur zu schwächen, dann befinden wir uns in einer vollkommen anderen Lage. Wir partizipierten von einer allgemein antirassistischen Stimmung, die uns sonst immer geschadet und isoliert hat. Kein Rassist zu sein, ist Vorbedingung geworden, um mitreden zu dürfen. Alle „Rassisten“ und die, die sich nicht klar abgrenzen, befinden sich außerhalb der allgemein vorstellbaren Alternativen.

Doch unter dem Konsens darüber, dass Rassismus etwas Schlechtes ist, schlummert eben auch der Konsens über den Unsinn der Überfremdung. Hier liegt der Schlüssel! Was als unvereinbar und gegenteilig gilt, muss zu einer vereinten politischen Botschaft werden. So wie zur Zeit der >Sozialen Frage<, als die sozialistischen und nationalen Aspekte nur vereint Erfolg hatten, müssen wir in der Zeit der >Identitären Frage< strategisch betrachtet ähnlich reagieren. Die Medien können mit der Stärkung des Antirassismus, und der Verhärtung der negierenden Unvereinbarkeit dieses Antirassismus mit der Verteidigung des Eigenen, nur so lange arbeiten, wie die Verteidiger des Eigenen es zulassen. Solange schwächt der Antirassismus auch auf fatale Weise den Selbsterhaltungsdrang. Eine wircklich (von wirken/wirksam) revolutionäre Angelegenheit wäre also nur ein breit angelegter „rechter Antirassismus“.

Realisierung eines rechten Antirassismus

Aber wie realisiert man einen rechten Antirassismus? Ganz einfach: Die Forderung, alle kulturellen Unterschiede zu überwinden, sie also abzulegen und vor allem unwiederbringlich einzuebnen, ist eine Ansicht, die der ursprünglichen kulturellen Vielfalt feindlich gesinnt ist. Jede Art der traditionellen Kultur, die nicht der multikulturellen Vorstellung entspricht, wird heute als rückständig angesehen. Diese Verachtung der eigenständigen ethnokulturellen Volkszugehörigkeit aller Menschen ist nichts anderes als eine Abwertung und ein rassistischer Überlegenheitsgedanke einer spe­zi­fischen Gesellschaftsvorstellung – der multikulturellen. Ein unideologischer, differentialistischer Antirassismus lehnt jede Form von Verachtung gegenüber Fremden und auch gegenüber dem eigenen Volk ab. Dabei ist es egal, ob der Rassismus ein Zugeständnis an die weiße oder die bunte Weltherrschaft ist. Kulturimperialismus jeder Form ist zu verurteilen.

Nur einen logischen Schritt in der Argumentation weiter, liegt die Erkenntnis, dass Wanderbewegungen keine Probleme im Abwanderungsland lösen, sondern zusätzliche im Zuwanderungsland schaffen und dass diese von der eigentlichen Problematik ablenken. Die echten Probleme können wir dann offen ansprechen und dort entfalten sich dann unsere Alternativen und unsere Lösungen. Wenn es gelingt eine schlagkräftige Bewegung mit diesen Grundsätzen zu etablieren, die einen neuen Entwurf präsentieren und mit frischen Konzepten mobilisieren kann, ist eine Kulturrevolution von Rechts – damit ein Ausbruch aus dem gesellschaftlichen Ghetto – sehr gut möglich. Massenfähig wäre eine solche Bewegung nach Umfrageergebnissen zur Einwanderung auf jeden Fall. Wir haben unser Schicksal also sehr wohl noch selbst in der Hand!

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